1935–1945: Die technischen Wurzeln
Der
spätere
Firmengründer
Julius
Tielbürger
absolvierte
zunächst
eine
Ausbildung
zum
Elektriker.
Anschließend
arbeitete
er
bei
den
Junkers
Flugzeugwerke,
wo
er
Erfahrungen
in
Arbeitsvorbereitung
und
Qualitätssicherung
sammelte. Diese technische Grundlage beeinflusste später seine Konstruktionsarbeit maßgeblich.
1946–1951: Studium und erste Innovation
Nach
dem
Zweiten
Weltkrieg
studierte
Julius
Tielbürger
Maschinenbau
in
Lemgo.
Während
der
Arbeit
auf
dem
elterlichen
Hof
erkannte
er
die
körperliche
Belastung
bei
der
Kartoffelernte
und
entwickelte
eine
Idee
zur
Mechanisierung.
1950: Die eigentliche Geburtsstunde
1950
entstand
der
erste
Kartoffelsammelroder
–
das
Produkt,
das
später
den
Grundstein
des
Unternehmens
bilden
sollte.
Zusammen
mit
Schmiedemeister
Christian
Biljes
wurde
die
Maschine
gebaut.
Sie
erhielt
später
den
Namen
„Heinzelmann“. Das Unternehmen selbst bezeichnet diesen Schritt bis heute als Beginn seiner Firmengeschichte.
1951: Patentierung
Der
Kartoffel-
und
Rübenvollernter
wurde
zum
Patent
angemeldet.
Das
Gerät
vereinfachte
die
Ernte
erheblich
und
fand zunehmend Interesse bei Landwirten.
1953: Offizielle Unternehmensgründung
Am
1.
April
1953
gründeten
Julius
Tielbürger
und
Wilhelm
Biljes
die
Firma
„Biljes
&
Tielbürger“.
Zunächst
wurde
in
einer einfachen Holzbaracke in Oppenwehe produziert. Dieses Jahr gilt als formelle Unternehmensgründung.
1956: Eigenständigkeit
Wilhelm
Biljes
verließ
das
gemeinsame
Unternehmen,
um
sich
wieder
seinem
eigenen,
im
Familienbesitz
befindlichen
Betrieb
widmen
zu
können.
Daraufhin
erfolgte
die
Umbenennung
in
„Heinzelmann
Landmaschinen“.
Gleichzeitig
wurde
das
Produktsortiment
erweitert,
um
saisonale
Schwankungen
im
Kartoffelgeschäft
auszugleichen. Es kamen unter anderem Hubwagen und Hubtische hinzu.
1960er Jahre: Ausbau des Maschinenprogramms
Tielbürger
begann
mit
der
Entwicklung
von
Anbaugeräten
für
die
weit
verbreiteten
Einachsschlepper
verschiedener
Hersteller (z. B. von Honda, Iseki, Kubota u. a.). Dazu gehörten
•
Mähwerke
•
Bodenfräsen
•
Häcksler
•
Kehrmaschinen
•
Schneeschilder
1969: Namensänderung und Serienproduktion
Mit
der
Serienfertigung
von
Anbaugeräten
für
Einachsschlepper
wurde
das
Unternehmen
in
„Julius
Tielbürger“
umbenannt. Gleichzeitig mussten Produktionsflächen erheblich erweitert werden.
1974: Einstieg in Motormäher
Die
Einführung
des
Motormähers
t75
war
ein
technologischer
Meilenstein.
Besonders
die
verwendete
Taumelwellen-Technik
verschaffte
dem
Unternehmen
Aufmerksamkeit
in
der
Branche.
Tielbürger
erreichte
eine
Reichweite
und
Bekanntheit
weit
über
die
deutschen
Landesgrenzen
hinaus.
Der
kleinere
t45
wurde
ebenfalls
erfolgreich.
1979: Zubehör für Rasentraktoren
Tielbürger gehörte zu den frühen Herstellern von Anbaugeräten für Rasentraktoren:
•
Kehrmaschinen
•
Schneeschilder
•
Häcksler
Dadurch
verlagerte
sich
der
Fokus
zunehmend
von
klassischer
Landwirtschaft
zu
Grundstücks-
und
Landschaftspflege.
1985: Vertikutierer
Mit dem Vertikutierer tv380 sowie Großflächen-Vertikutierern wurden weitere Marktsegmente erschlossen.
1989: Erste eigenständige Kehrmaschine
Mit
der
tk30
brachte
Tielbürger
die
erste
selbstständige
Kehrmaschine
auf
den
Markt.
Die
Produktreihe
wurde
später erheblich ausgebaut und entwickelte sich zu einem wichtigen Geschäftsfeld.
1991: Der zweite Standort
Anstatt
weiterhin
Aufträge
an
Fremdfirmen
zu
vergeben,
beschloss
Julius
Tielbürger,
die
Zulieferteile
selbst
zu
fertigen.
Er
erwarb
in
Dardesheim
die
Elektro-Metall
mit
einem
Betriebsgelände
von
ca
10.000
Quadratmetern,
ein
Unternehmen, das zu DDR-Zeit ein großer Hersteller von Unterlegscheiben war.
1995: Rasentraktor-Schnellwechselsystem
Tielbürger führte das bis heute einzigartige Rasentraktor-Schnellwechselsystem ein.
Im
September
1995
verstarb
der
Firmengründer
Julius
Tielbürger.
Seine
Frau
Lydia
Tielbürger
übernahm
die
Geschäftsleitung. Das Unternehmen firmiert seitdem als „Julius Tielbürger GmbH & Co. KG“.
1996: ISO 9001-Zertifizierung
Das
Unternehmen
wurde
nach
ISO
9001
zertifiziert.
Das
eingeführte
Qualitätsmanagementsystem
bildet
bis
heute
die
Grundlage
für
strukturierte
betriebliche
Abläufe
und
Prozesse
und
unterstützt
deren
kontinuierliche
Verbesserung.
2000–2020: Internationalisierung und Ausbau
Das Unternehmen entwickelte sich zu einem international tätigen Maschinenbauer:
•
Export in mehr als 30 Länder
•
Fokus auf Grundstücks- und Gartenpflege
•
Ausbau der Produktlinien für Kehrmaschinen, Wildkrautbürsten, Vertikutierer und Rasentraktor-Anbaugeräte
2025
Tielbürger feiert sein 75-jähriges Bestehen.
Historie
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